Bilder älter wirken lassen mit dem „Retro-Effekt“

Vignette und Retro-Effekt mit Photoshop

Durch die Nachbearbeitung mit Photoshop wirkt das Bild alt und verblichen.
– Foto: Sonja Heusinger

Kennt ihr das auch? – Schon des öfteren sind mir in letzter Zeit in verschiedenen sozialen Netzwerken Bilder mit sogenanntem „Retro-“ oder „Vintage-Effekt“ aufgefallen. Noch ein pathetischer Spruch in der Schriftart „Helvetica“ dazu – und fertig ist das Titelbild!

Was charakterisiert den „Retro-Effekt“? Wie bringt man ihn zustande?

Typische Charakteristika sind für mich vor allem:

  • die Vignettierung
  • die ausgeblichenen Farben

Folgendes Youtube-Video-Tutorial von doboofficial zeigt euch, wie man ganz einfach und ohne große Mühe einen einfachen Retro-Effekt mit Adobe Photoshop erstellt.

Ausgangsbild für obiges Artikelbild war folgendes:

Ausgangsbild für die spätere Nachbearbeitung

Ausgangsbild für die spätere Nachbearbeitung

Ich habe mich bei der Nachbearbeitung ziemlich genau an obiges Videotutorial gehalten. Ich möchte allerdings betonen, dass man sich nicht zu sehr auf die im Video genannten Werte versteifen sollte, sondern vielmehr selbst ausprobieren muss, wie es einem selbst am Besten gefällt.

Mehr Anregungen und interessante Tutorials finden sich z.B. auch hier:

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Ein bisschen schärfer gefällig? – Teil 2

Rose_unscharf_scharf

Schärfe verleiht einem Bild mehr Brillanz und „mehr Biss“. Die vollständig scharfe Abbildung eines Motivs erweckt beim Betrachter den Eindruck von Objektivität und Sachlichkeit. Sind dagegen nur Teile des Bildes gezielt scharf wird darauf die Aufmerksamkeit gelenkt. Wichtig ist aber: Das bildwichtigste Element sollte scharf sein, damit das ganze Bild als scharf empfunden wird.

In Adobe Photoshop gibt es mehrere Methoden um ein Foto in der Nachbearbeitung gezielt zu schärfen. Im Artikel „Ein bisschen schärfer gefällig? – Teil 1“ habe ich euch bereits zwei Videotutorials zur Methode Schärfen via Unscharf-Maskieren-Filter zusammengestellt.

In diesem Artikel erfahrt ihr etwas über Methode 2: Schärfen via Hochpassfilter

Zuerst kurz etwas zum Prinzip des Hochpassfilters: im Grunde genommen wird darunter ein System verstanden, das hohe Frequenzen passieren lässt und tiefe Frequenzen dämpft. Oder anders gesagt: der Hochpass-Filter erhält in Photoshop Kantendetails im angegebenen Radius, in dem deutliche Farbübergänge vorkommen, und unterdrückt den Rest des Bildes.

Oder noch einfacher formuliert: Der Hochpassfilter isoliert im Prinzip die Kanten im Bild. Somit wird die Schärfung nur dort angewendet, wo sie benötigt wird. Andere Bereiche bleiben vor der Schärfung geschützt.

Da sich dieser Filter also quasi nur auf die Kanten auswirkt, wird das Bildrauschen nicht erhöht. Ein weiterer Vorteil ist: das Schärfen wird über eine separate Ebene vorgenommen. So kann der Effekt bei Bedarf später wieder aus dem Bild entfernt werden.

Außerdem reduziert der Effekt dunkle Bereiche eines Bildes und wirkt aufgrund seiner Funktionsweise gegensätzlich zum Filter „Gaußscher Weichzeichner“.

Wie man diesen Filter anwendet wird in folgendem Artikel des Weblogs PixelGalerie einfach und verständlich erklärt: Photoshop-Tutorial: Bilder nachträglich schärfen – Schärfen via Hochpass-Filter

Neben den zwei vorgestellten, gibt es in Photoshop noch einige andere Methoden Bilder zu schärfen, wie z.B. Selektiv scharfzeichnen oder LAB-basiertes Schärfen mithilfe des Helligkeitskanals. Darüber, welche Methode die besten Ergebnisse bringt, wird viel diskutiert. Ein interessanter Thread findet sich hierzu im DSLR-Forum.

Welche man letztendlich wählt bleibt einem selbst überlassen.

Mehr zum Thema Schärfen in Photoshop findet ihr hier: http://profil27.de/2011/09/digitales-scharfen-mit-photoshop/

Ein bisschen schärfer gefällig? – Teil 1

Rose_unscharf_scharf

Schärfe verleiht einem Bild mehr Brillanz und „mehr Biss“. Die vollständig scharfe Abbildung eines Motivs erweckt beim Betrachter den Eindruck von Objektivität und Sachlichkeit. Sind dagegen nur Teile des Bildes gezielt scharf wird darauf die Aufmerksamkeit gelenkt. Wichtig ist aber: Das bildwichtigste Element sollte scharf sein, damit das ganze Bild als scharf empfunden wird.

Man kann bereits an der Kamera einstellen, dass das Bild intern geschärft wird. Da dies jedoch motivabhängig geschieht, wird nicht immer mit der gleichen Intensität geschärft und ohne Detailverlust kann in der Nachbearbeitung nicht wieder entschärft werden. Die eindeutig bessere Möglichkeit ist also ein Bild später in der Nachbearbeitung gezielt zu schärfen.

Wie funktioniert das? – Ich stelle euch in zwei Teilen zwei Methoden vor, Bilder nachträglich mit Adobe Photoshop zu schärfen. Heute erfahrt ihr etwas zu Methode 1: Schärfen via Unscharf-Maskieren-Filter

Ich habe mich auf die Suche gemacht und 2 Videotutorials gefunden, in denen der Unscharf-Maskieren-Filter anhand von Beispielen nachvollziehbar und verständlich erklärt wird.

Videotutorial „Unscharf maskieren“ Photoshop von blende73

Was ich an diesem Tutorial gut finde, ist, dass einem zunächst gut erklärt wird, was beim „unscharf maskieren“ denn genau passiert. Nämlich: „Benachbarte Bildpunkte werden lokalisiert, die bestimmte Unterschiede in der Helligkeit aufweisen und deren Kontraste erhöht.“

In der Dialogbox des Unscharf-Maskieren-Filters lassen sich verschiedene Parameter einstellen: Stärke, Radius und Schwellenwert. blende73 gibt für jeden von ihnen eine gut verständliche Definition:

  • Stärke: „unter Stärke wird zunächst definiert, um wie viel Prozent der Kontrast von zwei benachbarten Pixeln erhöht wird“;
  • Radius: „über den Radius stellst du ein, wie viele umgebende Pixel mit scharf gezeichnet werden sollen“ -> welchen Wert man hier wählt, hängt von Auflösung des Bildes ab (wird im Tutorial genauer erklärt). Zudem gibt er grobe Richtwerte; Beispiel: z.B. 300dpi -> 1,5 bis 2,5 Pixel;
  • Schwellenwert: „bestimmt wie hoch der Kontrast zwei benachbarter Pixel sein muss, damit sie scharfgezeichnet werden. Je niedriger die Stufe gewählt wird, desto mehr Pixelpaare werden auch scharfgezeichnet.“ Je höher der Wert des Schwellenwertes, desto mehr Konzentration auf Scharfzeichnung der Kontrastkanten erfolgt.

Ab 03:54 geht er zum praktischen Beispiel über. Der Zuschauer kann die Bearbeitung eines Beispielbildes mitverfolgen und direkt den Vorher-Nachher-Effekt sehen. Insgesamt wird in diesem Teil noch einmal alles gut erklärt.

42 Photoshop Video Tutorial (deutsch) – Schärfen mit dem Filter Unscharf Maskieren – von Joe2712
von einpraegsam.de

Dieses Tutorial verdeutlicht das, was wir bereits aus anderem Tutorial wissen. Anhand eines Beispielbildes mit Flächen in verschieden Graustufen, kann man gut sehen, was jeweils bei jedem Regler passiert.

Interessant wird es nochmal ab 06:00 Min.: Jedes Bild besitzt ein gewisses Grundfarbrauschen (z.B. durch hohen ISO-Wert bei Aufnahmen in dunklen Gebäuden). Dieses soll aber nicht mitverstärkt werden. Und gerade hierfür ist der Schwellenwert wichtig. Über Schwellenwert kann man angeben, wann der Filter greift.

Eine weitere Methode, Fotos nachträglich mit Adobe Photoshop zu schärfen ist das Schärfen via Hochpass-Filter. Hierzu erfahrt ihr mehr in meinem nächsten Artikel: „Ein bisschen schärfer gefällig? – Teil 2“

Rettet eure Weihnachts-Schnappschüsse!

Ihr wart in den letzten Wochen eifrige Fotografen und habt versucht jeden besonderen Moment mit der Kamera einzufangen? Gut so!

Doch was tun, wenn ein mal ein paar Schnappschüsse daneben gingen? Rote Augen, Überbelichtung, Unterbelichtung, falscher Weißabgleich… Pannen, die jeder kennt und die auch den meisten schon mindestens einmal passiert sind.

Ich habe mich im Internet auf die Suche nach Tutorials gemacht, die euch solche „Fehlerchen“ mithilfe von Adobe Photoshop ganz leicht korrigieren lassen!

Rote Augen:

Rote-Augen-Effekt mit Photoshop ganz leicht korrigieren

Rote-Augen-Effekt mit Photoshop ganz leicht korrigieren

Um den „Rote-Augen-Effekt“ in Adobe Photoshop beheben zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten. Am einfachsten geht es natürlich mit dem „Rote-Augen-Werkzeug“. welches sich bei gedrückt gehaltener Maustaste unter dem „Reparaturwerkzeug“ findet.

In folgendem Video zeigt euch Marco Kolditz von „meerderideen“ anhand eines Beispiels, wie man mit dem „Rote-Augen-Werkzeug“ umgeht. Zudem wird erklärt, wie der „Rote-Augen-Effekt“ beim Fotografieren entsteht und wie er von vornherein vermieden werden kann.

Unter folgendem Link findet ihr eine Anleitung zu einer weiteren Methode, welche zeigt, wie man den „Rote-Augen-Effekt“ noch bearbeiten kann.

Link: Rote Augen korrigieren

Über- und Unterbelichtung korrigieren:

Grundsätzlich gilt: Unterbelichtete Bilder enthalten in den Schatten des Bildes zu wenig Information, überbelichtete Bilder in den Lichtern. Und: verlorene Info kann nicht wiederhergestellt werden. Daher sollte man am Besten von vornherein auf eine korrekte Belichtung achten. Spiegelreflexkameras bieten auf dem Infomonitor (auf der Rückseite) die Möglichkeit, sog. Histogramme einzublenden. Ein Histogramm zeigt die Helligkeitsverteilung in Form eines fein gestuften Balkendiagramms von Schwarz bis Weiß an. Jeder Balken steht für eine Helligkeitsstufe, dessen Höhe angibt, wie häufig dieser Helligkeitswert im Bild vorkommt.

Doch was tue ich, wenn ich erst zuhause, bemerke, dass meine Bilder über- oder unterbelichtet sind? Wenn Lichter ausreißen und Tiefen zulaufen, also in diesen Bildbereichen keine Zeichnung mehr erkennbar ist?

Oft lässt sich das Bild per RAW-Converter retten. Dazu öffnet ihr euer Bild in Adobe Camera RAW (in Photoshop über die Mini-Bridge). Als nächstes analysiert ihr, welche Bereiche im Bild zu hell oder zu dunkel geworden sind. Hierbei hilft die sog. „Clipping-Warnung“ (kleine Pfeile oberhalb des Histogramms). Klickt auf die Pfeile über dem Histogramm. Bildbereiche ohne Zeichnung werden rot gefärbt.

Als nächstes passt ihr die Belichtung so an, dass die Clipping-Warnungen reduziert werden. Bei zu hellen Bildern, kann man eventuell über den Regler Wiederherstellung weitere Zeichnung retten. Zu dunklen Bildbereichen kann man mit dem Regler Aufhelllicht entgegen wirken. Zuletzt steuert ihr Helligkeit, Sättigung und Luminanz.

Mehr zum Thema „Unter- und Überbelichtung“ und nachträglicher Korrektur findet ihr HIER.

Falscher Weißabgleich:

Unsere Augen passen sich an die gegebenen Lichtsituationen automatisch an. Die Kamera braucht einen Weißabgleich, um sich an die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort anzupassen. In der Regel verfügen alle DSLRs über einen automatischen Weißabgleich. Bei Tageslicht funktioniert dieser in der Regel auch einwandfrei und es gelingen Bilder mit neutraler Farbabstimmung. Bei Kunstlicht, also vor allem in geschlossenen Räumen, arbeitet die Automatik aber leider oft nicht ganz zuverlässig. Ein falscher Weißabgleich führt dann zu ungewollten, unschönen Farbstichen im Bild. Um das zu verhindern, kann man an der Kamera je nach Farbtemperatur verschiedene Weißabgleich Presets wählen: Tageslicht, Schatten, Wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoff, oder Blitz. Sollte man mit dem Endergebnis dennoch nicht zufrieden sein, hilft der Manuelle Weißabgleich. Dabei fotografiert man eine weiße Fläche, notfalls ein weißes Blatt, und stellt diese als Referenzbild ein. Die Kamera führt den Weißabgleich nun anhand dieses Referenzbildes aus.

Um einen fehlerhaften Weißabgleich nachträglich in Photoshop zu korrigieren, dupliziert man das Bild auf eine neue Ebene. Als nächstes wählt man Filter > Weichzeichnungsfilter > Durchschnitt (berechnen). So findet man heraus, welche Farbe im Bild dominiert. Als nächstes invertiert man die Ebene und ändert den Modus zu Farbe. Darauf reduziert man die Deckkraft der Ebene solange, bis der Farbstich verschwindet.