Lightpainting – Malen mit Licht

Lightpainting-Fotografie

Lightpainting-Fotografie
Foto: Sonja Heusinger

Geisterhafte, absonderliche Figuren, mystische Traumwesen, leuchtende Schriftzüge – mit der Lichtmalerei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Und das Beste daran: es ist erstaunlich leicht zu realisieren! Im Prinzip ganz simpel: lange belichten, gezielt leuchten!

Alles was ihr braucht: eine Taschenlampe und eine Kamera ab Bridge-Klasse! (dabei handelt es sich um eine Brückentechnologie, die Eigenschaften von Kompakt- und Spiegelreflexkameras vereint. Oder ganz einfach formuliert: Bridge-Kameras bestehen aus Kompaktkameras, die fest mit einem großem Objektiv verbunden sind, z. B. die Sony Cybershot HX100V)

Zur Praxis: wie gesagt, ist Lightpainting rein technisch betrachtet, recht einfach auszuprobieren. Es reicht eine Kamera, die mindestens 5 Sekunden lang belichten kann, sowie eine Lichtquelle, wie etwa eine Taschenlampe oder notfalls auch ein Feuerzeug oder Handy, falls ihr gerade nichts anderes zur Hand habt. Solltet ihr kein Stativ haben, könnt ihr die Kamera einfach auf einem Tisch platzieren und zeitverzögert auslösen und in einem dunklen Raum Bewegungen mit eurer Leuchtquelle ausführen.

Klar – so werden garantiert keine Bilder für Hochglanz-Fotomagazine entstehen, aber um die Neugier und Faszination zu wecken, reicht diese Einfachsttechnik garantiert aus.

Für erste richtige Bilder, solltet ihr mindestens 10 – 20 Sekunden lang, bestenfalls mind. 60 Sekunden lang belichten können und eine Taschenlampe  zur Verfügung haben, welche ihr auf die Kamera gerichtet, wie einen Stift benutzen könnt. Die Schwierigkeit dabei – wie ich selbst feststellen musste: man steht hinter dem Schriftzug/der Figur und muss exakt spiegelverkehrt schreiben/malen und abschätzen können wo z.B. der nächste Buchstabe beginnt. Also am Besten eure Figuren/Schriftzüge vorher schon mal trocken üben, damit ihr nicht während der Belichtung noch überlegen müsst.

Ebenfalls nötig: ein Stativ. Da aber auch gute Stative minimal schwanken, empfiehlt sich ein Fernauslöser. Alternativ (oder zusätzlich) kann man einfach die verzögerte Auslösung nutzen (auch meine Vorgehensweise, da ich keinen Fernauslöser besitze).

Ich habe mich nun auch auf den Weg gemacht und meine ersten Erfahrungen mit Lichtmalerei bzw. Lightpainting gesammelt. Losgezogen bin ich mit folgendem Equipment: Canon EOS 600 D, einem Stativ, einer Kamera, Feuerzeug und diversen anderen Leuchtmitteln.

2012-12-27 23.14.49

Welche Schwierigkeiten bei mir auftraten und was es zu beachten galt? Das erfahrt ihr in einem meiner nächsten Artikel. Seid gespannt.

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